Sonderausstellungen

In wechselnden Sonderausstellungen nehmen wir uns besonderer Aspekte des Generalthemas unseres Museums an.

Eine Besonderheit stellt hierbei die Kooperation mit Behörden, Archiven, Lehranstalten und weiteren Institutionen aus der Region des Südharz und des weiteren Umlandes, in der Entwicklung und der Präsentation der Themen dar.


Aktuelle Sonderausstellung:

"Wer nicht für uns ist, ist gegen uns"

  • "Schild und Schwert der Partei", das Ministerium für Staatssicherheit der DDR in der Bekämpfung der Andersdenkenden

Seit Bildung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) gab es in jedem Bezirk eine Bezirksdienststelle des MfS, denen sich wiederum Kreisdienststellen angliederten. Jede einzelne dieser Bezirksdienststellen verfügte zur vorübergehenden Inhaftierung ("Untersuchungshaft") straffällig gewordener Bürger über eine Haftanstalt. Nach § 20 des Gesetzes über die Aufgaben und Befugnisse der Deutschen Volkspolizei (vom 11. Juni 1968) waren die Angehörigen des MfS befugt, polizeiliche Aufgaben wahrzunehmen.

Die Sonderausstellung zeigt unter anderem die Haftbedingungen in der MfS-Haftanstalt Erfurt auf und belegt in personalisierten Datenblättern, wie weit der ehemalige Staat DDR in der Unterdrückung oppositioneller Aktivitäten und Bestrebungen ging.


In Vorbereitung:

 

1945 - 1961, Flucht und Vertreibung, Folgen für die Südharz-Region

  • Flucht als Folge der Kampfhandlungen zum Ende des Weltkrieges im Osten und Westen des Deutschen Reichs
  • Flucht als Folge ethnisch und politisch motivierter Säuberungen im Osten des Deutschen Reichs und Osteuropas
  • Vertreibung als Folge alliierter Politik, kommunistischer Machtsicherungsoption und nationalistischer Bestrebungen
  • Aufnahme und Behandlung der Flüchtlinge und Vertriebenen in den aufnehmenden Regionen in West und Ost
  • Zwangsumsiedlung als Mittel der Einschüchterung und Entfernung oppositioneller Strömungen