Sonderausstellung

In wechselnden Sonderausstellungen nehmen wir uns besonderer Aspekte des Generalthemas unseres Museums an.

Eine Besonderheit stellt hierbei die Kooperation mit Behörden, Archiven, Lehranstalten und weiteren Institutionen aus der Region des Südharz und des weiteren Umlandes, in der Entwicklung und der Präsentation der Themen dar.


Ab 13. April 2019 zu sehen :


Verschleppung, Internierung, Flucht und Vertreibung führen bereits während des Zweiten Weltkrieges in Europa zu einer Migrationsbewegung enormen Ausmaßes, die maßgeblichen Anteil an den in vielen Fällen chaosgleichen Zuständen in den Nachkriegsgesellschaften hatten.

Die Verschleppung von Abermillionen Menschen zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich, die Beschlüsse der Alliierten zur Ausweisung der deutschstämmigen Bevölkerung aus den Gebieten ostwärts der Oder-Neiße Linie und die sich daran bis Ende der 1980er Jahre anschließende deutsche Binnenmigration werden in der neuen Sonderausstellung thematisiert.

Erstmalig veröffentlichte Dokumente des International Tracing Service, der Nachfolgeorganisation der International Refugees Organization der Vereinten Nationen, belegen den Umfang und die Auswirkungen dieser Völkerwanderung des 20. Jahrhunderts. Unter anderem sind hierin auch Gründe für die Abriegelung der innerdeutschen Grenze zu sehen.