Von Tettenborn nach Bad Sachsa


24 Jahre lang war das Grenzlandmuseum im Dorfgemeinschaftshaus der Ortschaft Tettenborn untergebracht, in unmittelbarer Nähe zur ehemaligen, Deutschland von 1945 bis 1990 trennenden innerdeutschen Grenze. Nun sind diese 24 Jahre selbst zur Geschichte geworden.

Die Herren Rainer Böhle und Wolfgang Schlicht, der eine aus der alten Bundesrepublik und der andere aus der ehemaligen DDR stammend, begannen unmittelbar nach der Wiedervereinigung mit dem Sammeln und Aufbewahren von Ausrüstungsgegenständen und anderer Artefakte der ehemaligen Grenztruppen der DDR. Im November 1992 entstand aus dieser Sammlung dann im Dorfgemeinschaftshaus in Tettenborn das Grenzlandmuseum Bad Sachsa.

Bautechnische Auflagen, kommunale Pflichtaufgaben und die Enge der vorhandenen Räume veranlassten die Stadtverwaltung Bad Sachsa  im Jahr 2014 zu Überlegungen für eine Verlegung des Museums aus dem Ortsteil Tettenborn in die Stadtlage Bad Sachsas. Nach umfangreichen und langwierigen gemeinsamen Planungen des Fördervereins Grenzlandmuseum und der Stadt Bad Sachsa wurde im Jahr 2015 der Beschluss zum Umzug des Museums in die neuen Räumlichkeiten gefasst.

Ab Dezember 2016 ist das ehemalige Haus des Gastes im Kurpark von Bad Sachsa das neue Domizil des Grenzlandmuseums Bad Sachsa.

Die Aufteilung des vorhandenen Raumangebotes machte es erforderlich, die Konzeption und Präsentation der musealen Ausstellung zu überarbeiten und an die Bedingungen des neuen Standortes anzupassen. Vorteilhaft erweist sich die Lage der Ausstellungsräume auf einer Ebene, die es nun auch Besuchern mit Handicap erlaubt, alle Ausstellungsbereiche erreichen zu können.